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Verarbeitung

Wissen Sie, wie viele Kerne für 1 Liter Kernöl benötigt werden?

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Über den Daumen gepeilt heißt die Formel: 
1 L Kernöl = 2,5 kg bis 3 kg Kerne
das sind 30 bis 40 Kürbisse. 
1 Kürbis bringt ca. 80 Gramm trockene Kerne. 

Zum Unterschied von Obst oder Olivenöl wird Kernöl nach Bedarf frisch gepresst. Deshalb ist die Lagerung der geernteten Kerne von entscheidender Bedeutung. Um sie vor Schädlingen und Feuchtigkeit zu schützen, werden sie in Säcken bis zu ihrer Verpressung aufbewahrt.

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In der Mühle beginnt nun die knifflige Arbeit des "Ölausschlägers". Die Kerne werden gemahlen und unter Zugabe von Wasser und Salz zu einem patzigen Teig zur Röstung vorbereitet. 

Beim Rösten in der Röstpfanne ist Fingerspitzengefühl und Erfahrung gefragt. Beim Ölpressen kann man nämlich nichts retuschieren. Es gibt nur einen Versuch.

Wenn das Wasser verdunstet ist, ist es wichtig den richtigen Zeitpunkt zu erwischen, um die Röstung zu beenden. Das fertige Röstgut wird in Schichten in die Seiherpresse gefüllt und unter hohem Druck gepresst.

 

In einem Auffangbehälter, die "Ölrein", rinnt das schwarz-grüne Kürbiskernöl, das bei Lichteinfall rotbraun aussieht. 

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Nachdem es sich einige Tage gesetzt hat, wird es ohne Filtration in dunkle Flaschen abgefüllt. Ein wichtiger Punkt ist auch die Lagerung des Kürbiskernöls. Die Lagerung soll in dunklen Flaschen vor wärme und lichtgeschützt erfolgen.

 

Der ausgepresste Ölkuchen wird als Tiernahrung verwendet. Er ist besonders geeignet für Rinder, Pferde und Fische.

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