Die Geschichte
unserer Ölmühle beginnt mit dem Jahr 1985. Auf der Suche
nach Alternativen zur Rinder- und Schweinezucht starteten wir die
ersten Versuche im Tabak- und Kürbisanbau.
Schnell wurden aus einem Hektar Kürbisanbaufläche zwei Hektar.
Aus den zwei wurden vier und so weiter. Es wurde uns klar, dass im
Kürbis eine große Zukunft liegt. In mir reifte der Entschluss
die Kürbisernte zu mechanisieren.
Ich begann damit eine einfache Erntemaschine zu
bauen. Kurz
darauf eine Waschanlage für Kerne (um den Patz zu entfernen)
und eine Trocknungsanlage und eine Putzerei.
Nach drei Jahren war die Zeit reif eine eigene
Ölmühle zu konstruieren. Meine Ausbildung als gelernter
Schlosser und landwirtschaftlicher Facharbeiter kamen mir nun zugute.
Mit einfachsten Mittel baute ich meine erste Ölpresse. Im stillen
Kämmerlein war ich zu dieser Zeit immer wieder von vielen Rückschlägen
geplagt. Meine Lehrjahre hatten begonnen. Jedes Problem war jedoch
Ansporn und so hatte ich in dieser schwierigen Startphase die Möglichkeit
einen unbezahlbaren Erfahrungsschatz zu sammeln.
Die ersten kleinen Erfolge stellten sich ein und
ich bin heute noch dankbar für das Vertrauen, das mir in dieser
Zeit von vielen in dieser Branche erfahrenen Personen entgegengebracht
wurde.
Die erste Ölmühle
mit Sohn Gerhard.
Durch unser Bestreben ständig die Qualität
zu steigern und durch die starke Nachfrage nach Kürbisprodukten,
modernisierten wir unseren Betrieb laufend weiter. Unsere erste
kleine Ölpresse war bald den steigenden Ansprüchen nicht
mehr gewachsen, so machten wir uns daran eine neue Ölpresse
zu bauen. Die mühsam erarbeiteten Erfahrungen der letzten Jahre
konnten nun in die Planung der neuen Presse einfließen.
Gleichzeitig zum reinen Mühlenbetrieb passierte
etwas Wunderbares. Immer mehr Gäste kamen in unseren Bauernhof
und waren, wie wir auch, fasziniert von der Verarbeitung des Kürbis
zum Kürbiskernöl. So machten wir uns daran, unseren Besuchern
einen größeren Überblick über die in unserer
Heimat geschaffenen Produkte zu vermitteln. Neben unserer Ölmühle
bauten wir unseren alten Kuhstall in einen Hofladen um. In den alten
Gewölben unseres Vierkanthofes können nun unsere Gäste
Produkte wie Schnäpse, Honig, Marmelade, Tee und Geschenkskörbe
begutachten und erwerben.
Alle Betriebe, die bei uns im Hofladen ihre
Erzeugnisse ausstellen und verkaufen sind Mitglieder der Vermarktungsgemeinschaft
„Gutes vom Bauernhof“.
Das einzige Produkt, das ich heute erzeuge, ist
das steirische Kürbiskernöl. Die Erzeugung erfolgt ohne
Kompromisse in höchstmöglicher Qualität. Gerne lassen
wir unsere Besucher daran teilhaben. Durch die Nähe zu den Thermen
und den Kontakt zu den Thermengästen haben wir auch die Chance,
unsere Produkte über unsere Grenzen hinaus bekannt zu machen.
Abschließend möchten
wir an dieser Stelle noch sagen, dass wir das Glück zu schätzen
wissen, in einer intakten Umwelt im Kreise der eigenen Familie und
Heimat arbeiten zu dürfen.
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